Beiträge vom 15. Februar 2017

Weiterbildung zum zertifizierten Enneagramm-Trainer ÖAE

Mittwoch, 15. Februar 2017 23:14

Ab Mai 2017 werde ich die zweijährige Ausbildung zum zertifizierten Enneagramm-Trainer ÖAE absolvieren und freue mich schon sehr darauf. Das Enneagramm wird also zukünftig noch intensiver bei meiner Arbeit mit Menschen zum Einsatz kommen.

Infos über die Ausbildungsinhalte gibt es hier:

http://enneagramm.eu/Artikel/1223/kommende-weiterbildung-enneagrammtrainer-in-2017-2018

 

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Der ÖAE – Der Ökumenische Arbeitskreis Enneagramm

Mittwoch, 15. Februar 2017 23:03

Auszug aus der Webseite:

Der Ökumenische Arbeitskreis Enneagramm befasst sich mit der Anwendung des Enneagramms in der spirituellen Begleitung von Menschen.

Das Modell des Enneagramms stammt aus der spirituellen Begleitung. Es ist kein festgegossenes, unveränderliches System. Es hat in verschiedenen spirituellen und religiösen Strömungen Anklang gefunden.
Der ÖAE sieht seine besondere Aufgabe darin, eine verantwortliche und hilfreiche Arbeit mit dem Enneagramm auf christlicher Grundlage zu fördern und zu vertiefen.
Das Verstehen des Menschen und Erfahrungen mit dem Enneagramm werden seelsorgerlich, in der Erwachsenenbildung (Tagungen und Exerzitien) und spirituellen Begleitung von Menschen (Weiterbildung zum Enneagramm-Trainer) sowie in Publikationen (EnneaForum) gefördert. Daneben wird auch die Auseinandersetzung mit
Fehlentwicklungen und Missbrauch geführt.
Der Verein versteht sich als ökumenische Initiative innerhalb der christlichen Kirchen und sucht den offenen Dialog mit interessierten Menschen innerhalb, am Rand und außerhalb der christlichen Glaubenstradition.

Link zur Webseite: http://enneagramm.eu/

 

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Die Wirkmächtigkeit des Enneagramms

Mittwoch, 15. Februar 2017 22:47

Die Treffsicherheit, mit der das Enneagramm die Muster und Motivationen beschreibt, ist verblüffend und die Enthüllung der eigenen Fixierung kann zunächst verstörend sein.
Warum?

Wir haben alle ein Selbstbild, das der Meinung anderer mehr oder weniger entspricht. In diesem Selbstbild verbergen sich sowohl positive als auch negative Eigenschaften. Die Frage ist hier, inwiefern dieses Selbstbild unserem wahren Selbst tatsächlich gleicht. Häufig übernehmen wir unser Selbstbild von anderen. Das muss aber mit der Realität nichts oder nur sehr wenig zu tun haben. Meist ist unser Selbstbild eine Verzerrung dessen, wie und wer wir wirklich sind, ein Trugbild, eine Illusion. Das Enneagramm vermag diese Illusion aufzudecken und zeigt uns die Wirklichkeit. Das hat in den allermeisten Fällen eine klärende und befreiende Wirkung. Wenn wir uns selbst verstanden haben, wenn wir uns eingestanden haben, wie begrenzt unsere Wahrnehmung ist, wie vorhersehbar wir handeln, dann ist Raum für den Wandel, die Transformation. Indem wir unser Ego demaskieren, brauchen wir es nicht mehr.

Wir erleben mehr Verständnis für uns und Toleranz für andere.
In diesem Sinne bekommt das Wort “Vergebung der Sünden” im Glaubensbekenntnis eine tiefere Bedeutung. Wenn wir uns selbst vergeben können, vergeben wir auch anderen leichter. Darin liegt eine der Weisheiten des Enneagramms.
 

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Worum geht es beim Enneagramm?

Mittwoch, 15. Februar 2017 22:38

Kennen Sie das Johari-Fenster?
Bei diesem Modell der Bewusstheit über die eigenen Persönlichkeitsanteile geht man von vier Wahrnehmungsbereichen aus:

  • – öffentlicher Bereich 1: mir selbst und anderen bewusst
  • – öffentlicher Bereich 2: nur anderen, mir selbst nicht bewusst
  • – privater/geheimer Bereich 3: nur mir, anderen nicht bewusst
  • – privater/geheimer Bereich 4: weder mir noch anderen bewusst.

Die beiden Soziologen, die dieses Modell definiert haben, lehren, dass es nicht starr, sondern dynamisch ist. Je mehr sich ein Bereich vergrößert, desto kleiner werden die anderen Bereiche. Ziel ist, den Bereich der Selbstwahrnehmung auszuweiten. Selbsterkenntnis ist dazu ein wichtiger Schlüssel.

Es liegt bei diesem Modell und damit auch in jedem Menschen in zwei Bereichen jedoch ein mehr oder weniger unbewusster Persönlichkeitsanteil vor. Diesen bezeichnen die Soziologen als “Blinden Fleck”. Auch das Enneagramm kennt diesen “Blinden Fleck”. Es geht davon aus, dass jedem Muster eine unbewusste Motivation zugrunde liegt. Um mit den Anforderungen des Lebens fertig zu werden, eignen wir uns im Verlauf unserer Erfahrungen je nach Prägung bestimmte Bewältigungsstrategien an. Diese Verhaltensweisen oder “Programme” laufen systematisch ab (daher Muster) und sind für uns größtenteils unbewusst. Andere nehmen sie jedoch durchaus wahr, daher zählen sie zum Bereich 2. Diese Programme verdecken aber ebenfalls das eigentliche Motiv des Menschen -also den Grund, warum er sich so verhält und ist daher auch für andere nicht wahrnehmbar. Die Motivation gehört deshalb zum Bereich 4 und diese aufzudecken, darum geht es im Enneagramm.

Wie entsteht diese Motivation?
Viele Enneagrammkenner sind der Meinung, die Motivation ergebe sich aus der Prägung im dritten bis fünften Lebensjahr. Ab dem dritten Lebensjahr setzt das Bewusstsein ein und durch die Erziehung lernen wir rasch, welches Verhalten erwünscht und welches unerwünscht ist. Gleichzeitig bekommen wir Rückmeldungen unserer Umwelt zu uns selbst: dass wir brav sind, dass wir stark sind, dass wir etwas Besonderes sind, dass wir dumm und Versager oder eine Belastung sind. Daraus entstehen Glaubenssätze, die noch in unserem Erwachsenenleben wirken und uns mehr oder weniger behindern, gleichzeitig wird das Bild, das wir von uns selbst haben, durch diese Spiegelung geformt. Aus diesem Grund werden in den meisten Enneagramm-Büchern die Biographien der einzelnen Typen bzw. Muster beleuchtet um zu erklären, wie sie wurden, was sie sind.

Das Enneagramm ist ein Werkzeug, um der eigenen Motivation auf die Schliche zu kommen. Es beschreibt neun verschiedene Persönlichkeitsmuster mit einer beeindruckenden Treffsicherheit. Seinen Typ zu entdecken, kann zunächst schmerzvoll sein, es führt aber zu einem inneren Wachstum, das befreiend wirkt, wenn man sich darauf einlässt. Die Aufgabe ist, die eigene “Fixierung” zu erlösen und so zu seinem wahren Selbst, seiner Essenz, zu finden.
 

Thema: Enneagramm | Kommentare (0) | Autor: Marion Welter